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Der vollständige Leitfaden zum UX-Designprozess für Apps bei der Entwicklung einer neuen Mobile App

Vor Kurzem berichtete die britische Daily Mail über einen rekordverdächtigen Trend: Menschen leben immer mobiler. 8 Stunden pro Tag in Mobile Apps.

Eliza Tymczuk

Eliza Tymczuk

UX/UI Designer

9 Min. Lesezeit

Der vollständige Leitfaden zum UX-Designprozess für Apps bei der Entwicklung einer neuen Mobile App

Vor Kurzem berichtete die britische Daily Mail über einen rekordverdächtigen Trend, da Menschen zunehmend einen mobilen Lebensstil annehmen. Die Ergebnisse derselben Studie zeigten, dass Menschen inzwischen durchschnittlich mehr als 4,8 Stunden pro Tag in ihren mobilen Apps verbringen.

Anders gesagt: 88% der mobilen Zeit entfällt auf Apps. Damit ist klar, dass die Mobile-App-Branche floriert und in absehbarer Zeit keine Anzeichen einer Verlangsamung zeigt.

Immer mehr Unternehmen nutzen daher die Stärke mobiler Apps, um ihre Kunden direkt über deren Lieblingsgerät, das Smartphone, besser zu bedienen. Für viele Unternehmen ist eine Mobile App keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit.

Das ist zwar eine gute Nachricht für alle, die eine App entwickeln wollen, aber einfach ist es nicht. Um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, müssen zwei weitere Dinge passieren.

Menschen müssen deine App entdecken und herunterladen. Danach muss sie einfach zu bedienen sein, damit sie sie weiter nutzen. Ohne einen einwandfreien UX-Designprozess ist das nahezu unmöglich.

Jeden Tag gehen Tausende neue Mobile Apps in den App Stores live, angetrieben durch die hohe Nachfrage nach neuen Inhalten und Funktionen. Dieses Volumen bedeutet aber auch viel Wettbewerb, wodurch selbst “gute” Apps viel schwerer Wirkung erzielen.

Laut Gartner gelten weniger als 0,01% aller Consumer-Mobile-Apps in Bezug auf Umsatz als erfolgreich. Wenn du also eine neue Mobile App für dein Unternehmen bauen willst, musst du sie so benutzerfreundlich wie möglich machen.

Deshalb sprechen wir heute über User Experience (UX) beim App-Bau.

Was ist App-UX-Design und warum ist es im Mobile-App-Entwicklungsprozess so wichtig?

UX-Design bedeutet, die Erfahrung der Nutzer mit dem Produkt so gut wie möglich zu machen, und ist eine der wichtigsten Phasen der Mobile-App-Entwicklung. Wie deine App funktioniert und aussieht, entscheidet letztlich, ob Kunden sie nutzen und in einem stark umkämpften Markt weiter nutzen.

Um Aufmerksamkeit zu gewinnen und Loyalität zu halten, muss die UX deiner Mobile App ihren Wert ständig beweisen. Du solltest Nutzung und Navigation vereinfachen, bedeutungsvollere und kontextbezogene Erlebnisse schaffen und jedes auftretende Problem lösen.

Diese Qualitäten unterscheiden gutes von großartigem Mobile-App-UX-Design. Für diesen Artikel arbeiteten wir eng mit Eliza, unserer Chief UX/UI Designerin, zusammen, damit er echte Erfahrung, Expertenwissen und umsetzbare Erkenntnisse enthält.

Der wichtigste Aspekt von UX-Design ist der konsequente Fokus auf den Endnutzer. Während des App-UX-Designprozesses musst du klar verstehen, was deine Zielnutzer erreichen wollen und wie deine App ihnen dabei am besten helfen kann.

Das ist schwieriger, als es klingt, weil wir instinktiv zu Bias neigen. Beim Verarbeiten von Informationen erstellt unser Gehirn mentale Abkürzungen.

Diese Abkürzungen reduzieren die kognitive Last. Wenn neue Informationen verarbeitet werden müssen, nutzt das Gehirn vorhandene Muster, um schneller zu sein. Kognitive Biases können helfen, die Welt zu verstehen.

Unter bestimmten Umständen führen diese Abkürzungen aber zu falschen Annahmen. Absolute Klarheit über Nutzerbedürfnisse ist daher einer der wichtigsten Punkte im App-UX-Design. Ein solider UX-Prozess hilft, diese Lücke zu schließen und ein Produkt mit hohem Wert und guter Nutzbarkeit zu schaffen.

Ein klar definierter und gut ausgeführter UX-Designprozess macht großartige Erlebnisse für Mobile-App-Nutzer möglich. Bevor eine neue App entwickelt wird, muss sie zuerst gestaltet werden.

Visual Design beschreibt, wie die App aussieht; UX-Design beschreibt im Kern, wie sie sich anfühlt. UX beginnt lange vor dem Coding.

Alle Informationen vom Kunden plus unsere zusätzliche Recherche gehören zur UX-Phase. Wenn alle nötigen Erkenntnisse gesammelt sind, beginnen wir mit einer Produktskizze und wandeln sie in einen Low-Fidelity-Prototyp um.

Danach folgt ein High-Fidelity-Prototyp, in dem das Produkt visuell attraktiv wird. Nach Abschluss dieser Phasen wird es an die Entwickler übergeben.

Der Prozess hängt vom Produkttyp ab. Unterschiedliche Projekte brauchen unterschiedliche Ansätze.

Es ist ein langer Prozess, aber jeder Schritt ist wichtig, um das perfekte Produkt für den Kunden zu erreichen. Mein UX-Designprozess sieht meist so aus: Empathize: Zuerst sprechen wir mit dem Kunden, um das zentrale Geschäftsziel, das gewünschte Minimum Viable Product und den Gesamtkontext zu verstehen.

Ein MVP ist das Produkt mit den minimalen Funktionen zum Validieren und Lernen. In dieser Phase brainstormen wir mit dem Kunden auf hoher Ebene, um ein Produktkonzept zu entwickeln.

Produktrecherche: Danach recherchieren wir und entwickeln Ideen. Tiefe der Zielgruppen- und Wettbewerbsrecherche variiert je nach Projekt, aber wir müssen Markt und vorhandene Optionen verstehen.

Diese Phase kann später Zeit und Geld sparen. Define: Wir fokussieren uns auf den Nutzer und bestätigen, dass die wichtigsten Annahmen des Teams korrekt sind.

Dazu nutzen wir Pain Points, User Personas, User Stories und User Journeys. Ideate: Diese Phase verbindet bereits UX und UI.

Zu Beginn erstellen wir Wireframes der Workflows, damit Konzept und Architektur des Produkts korrekt und für das Team zugänglich sind. Prototype: Dann bauen wir einen interaktiven Prototyp.

Er ist eine Simulation des echten Produkts. Wenn das Design bereit ist, erstellen wir eine Designspezifikation.

Sie enthält alle visuellen Assets, die Entwickler benötigen, um Prototypen in funktionierende Produkte zu verwandeln. Testing: Validierung ist essenziell, weil Teams verstehen, ob ihr Design für Nutzer funktioniert.

Normalerweise testen wir mit dem fertigen Prototyp, weil Nutzer bei der Interaktion mit der Simulation wertvolleres Feedback geben. Danach geht das Design an das Entwicklungsteam.

Was sind die größten Herausforderungen für UX Designer? Typische Herausforderungen reichen von Zeit- und Budgetgrenzen über die Entscheidung, welche Probleme zuerst gelöst werden, bis zur Lücke zwischen Design und Entwicklung. Laut Eliza sind die schwierigsten Projekte jene, in denen der Kunde nicht genau weiß, was er wirklich will und daher auch nicht genau weiß, was er braucht. Dann ist die Empathize-Phase sehr wichtig und kann Zeit brauchen, um Idee und Zweck des Produkts für alle im Team klarzumachen.

In solchen Szenarien ist der Designprozess besonders wichtig, weil wir ohne ihn verloren wären. Wir könnten uns nicht auf die Hauptziele ausrichten und kein Produkt schaffen, das die Nutzer lieben.

  1. Bewerte und wähle die beste App-Entwicklungsoption entsprechend deinen Geschäftszielen. Native Apps werden für eine Plattform entwickelt, Android oder iOS, etwa Swift für iOS und Kotlin für Android. Deshalb sind sie schneller und liefern bessere Performance.

Eine native iOS-App läuft nicht auf Android und umgekehrt. Native Apps sehen aus und verhalten sich wie andere native Apps auf dem Gerät, wodurch Nutzer schneller lernen, sie zu bedienen. Außerdem können sie Gerätefunktionen wie GPS, Adressbuch, Kamera und Galerie nutzen. Hybride Apps funktionieren auf mehreren Betriebssystemen oder Plattformen.

Sie werden oft mit HTML5 und Sprachen wie Java gebaut. Sie sind meist einfacher und schneller zu entwickeln als native Apps, was einer ihrer Hauptvorteile ist.

  1. Recherchiere und erstelle eine User Persona. Es ist verlockend, Recherche zu überspringen und direkt mit dem App-Design zu beginnen, doch das kann langfristig teuer werden.

Du bist nicht dein Nutzer und kannst ohne Recherche nie sicher sein, dass die App für ihn so einfach ist wie für dich. Frage zuerst: Wer wird deine App nutzen?

Wer war dein Zielnutzer, als die Idee entstand? Welche demografischen, firmografischen und verhaltensbezogenen Daten hat er?

Nutzen sie die App zum Spaß, zur Verbesserung ihres Lebensstils oder für mehr Produktivität im Job? Bevorzugen sie iOS oder Android?

Nutzen sie bereits regelmäßig eine ähnliche App? Führe Interviews und Umfragen mit bestehenden Kunden durch und sammle Daten und Insights.

Verstehe Nutzerbedürfnisse und welche Chancen du bieten kannst, um ihre Ziele zu erfüllen. Denke an mögliche Hürden und minimiere sie früh.

UX meistert man nur aus der Nutzerperspektive; diese erhältst du durch echte Menschen aus deiner Zielgruppe in gründlicher Nutzerforschung.

  1. Priorisiere Funktionen. Um Apps attraktiver zu machen, versuchen Produktdesigner oft, möglichst viele Features einzubauen. Das ist das Gegenteil guter UX.

Nichts verwirrt neue Nutzer mehr als zu viele Funktionen. Die beliebtesten Apps sind fokussiert und bieten eine begrenzte Funktionspalette.

Priorisiere deshalb die wichtigsten Funktionen und begrenze Nice-to-haves. Optimiere die Erfahrung rund um die zentralen Geschäftsziele.

Verstehe den Kernzweck deiner App und optimiere Funktionen, die direkt dazu beitragen. Untersuche, welche Features in ähnlichen Apps am meisten genutzt werden, und mache diese Erfahrung intuitiv.

  1. Sei prägnant. Entferne Ballast. Eine überladene Oberfläche überfordert Nutzer; jeder zusätzliche Button, jede Grafik und jede Textzeile macht den Screen komplexer. Auf Desktop ist Unordnung schlecht, auf Mobile mit begrenzter Fläche noch schlimmer.

Alles, was nicht absolut nötig ist, sollte entfernt werden. Weniger Unordnung verbessert Verständnis und Erfahrung. Priorisiere eine Hauptaktion pro Screen.

Halte jeden Screen auf ein Ziel und einen Call-to-Action fokussiert. Das macht Lernen und Nutzung deutlich einfacher.

Wenige saubere Seiten sind besser als ein überfüllter Screen. Halte es minimalistisch. Entferne redundante Elemente und konzentriere dich auf wertvolle Inhalte.

Halte die Oberfläche leicht und offen mit wenigen visuellen Elementen wie Gradients und Schatten. Aktuelle große UX-Trends: Eliza verfolgt ständig neue Innovationen und Trends, um inspiriert zu bleiben und für jede interne Mobile App die bestmögliche Nutzererfahrung zu schaffen.

Ihre Top-4-Trends sind Voice User Interface, weil Sprachprogramme wichtiger werden und reibungslose Erfahrungen zwischen Nutzer und Sprachanwendung nötig sind; personalisierte Erfahrung, da Apps und Websites bei großer Contentmenge zunehmend individuelle Vorschläge liefern; emotionales Interaktionsdesign, das Erlebnisse schafft, die emotionale Reaktionen auslösen und tiefere Bindungen zum Produkt erzeugen; und Datenvisualisierung, die datenreiche Erfahrungen visuell angenehmer, verständlicher und spannender macht.

Welche Tools sind am besten für App-UX-Design? UX-Design-Tools halten die Mobile-App-Entwicklung am Laufen.

Jeder Designer hat Stil und Ansatz, aber ohne passende Tools und Workspace kann er seine Fähigkeiten nicht voll einsetzen. Neben grundlegenden Tools wie Adobe sind Elizas Favoriten: “Es gibt viele Apps, die ich nutze, aber die wichtigsten sind Figma für Produktprototypen; Miro und FigJam als Whiteboards für Team-Brainstorming und Diagramme zum Nutzerverständnis; Notion für Organisation und Zeitkoordination.

Natürlich kann ich mir Arbeit ohne Figma nicht vorstellen. Ich liebe es!

Ich habe ähnliche Software wie XD oder Sketch ausprobiert, bleibe aber bei Figma. Sie bringen immer nützliche Updates und es ist sehr intuitiv.”

Zum Schluss ein Rat: “Finde einen Mentor, der dich durch die ersten Phasen des UX/UI-Wegs führt.

Ich erinnere mich oft daran, wie verwirrt ich war, welche Richtung ich nehmen und welche Ressourcen ich brauchen würde. Eine gesamte UX-Designstrategie zu erstellen und Schritt für Schritt umzusetzen ist ohne Mentor, der den Prozess oft durchlaufen hat und Erfahrung teilen möchte, viel schwieriger.” Oder überlasse uns das UX-Design deiner neuen Mobile App.

Lass uns eine neue Mobile App für dein Unternehmen nach den besten UX-Designpraktiken gestalten. “Finde einen Mentor, der dich durch die ersten Phasen des UX/UI-Wegs führt.

Ich erinnere mich oft daran, wie verwirrt ich war, welche Richtung ich nehmen und welche Ressourcen ich brauchen würde. Eine gesamte UX-Designstrategie zu erstellen und Schritt für Schritt umzusetzen ist ohne Mentor, der den Prozess oft durchlaufen hat und Erfahrung teilen möchte, viel schwieriger.” Oder überlasse uns das UX-Design deiner neuen Mobile App.

Lass uns eine neue Mobile App für dein Unternehmen nach den besten UX-Designpraktiken gestalten.